Historie

Historie

Es war der Vater des heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden, Peter Amberger, der im Oktober 1945 in Ingolstadt ein Fuhrunternehmen gründete und es zu einer mittelständischen Kraftwagenspedition ausbaute. Auch sein Sohn Peter zeigte früh starkes Interesse an dem Unternehmen mit vier Fernlastzügen und zwölf Mitarbeitern. Und so trat der Jungingenieur nach dem Studium 1971 in den elterlichen Speditions- und Lagereibetrieb ein.

Für Großkunden wie Audi übernahm die Spedition Amberger die Ersatzteileauslieferung für die Händler im Gebiet Bayern und Hessen/Saarland. Insgesamt waren allein für die tägliche Ersatzteileauslieferung und Rücknahme der Austauschteile 33 Lkw im Einsatz.

Als der Dienst 1978 auf VW-Händler der Region ausgeweitet wurde, waren rund 45 Lkw nötig. Dieser Service legte die Basis für einen flächendeckenden Stückgutverkehr in Bayern und Hessen. Die Spedition wuchs schnell auf 650 Mitarbeiter und 14 Standorte. Weitere renommierte Kunden wie Schlecker, BMW, Rewe und Hipp vertrauten den Logistik-dienstleistungen von Amberger. Aus dem Speditionsbetrieb wurde ein Logistikunternehmen mit 50.000 Quadratmetern Lagerfläche.

Im Jahr 1985 schlossen sich 25 Mittelständler im Transportgewerbe – darunter auch Amberger – zu der Kooperation LOG Sped zusammen, die nur fünf Jahre später fusionierte. 1994 verkaufte Amberger seine Firmen-Anteile. Die damalige Amberger Spedition beschäftigte rund 600 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von knapp 140 Mio. DM. Bereits 1995 übernahm Amberger gemeinsam mit den Gebrüdern Schoeller die Trans-O-Flex AG, einen Schnelllieferdienst, mit knapp 1 Mrd. DM Umsatz. Nach erfolgter Sanierung wurde die Trans-O-Flex im Jahr 1998 an die Deutsche Post AG verkauft.

Der Unternehmer erwarb die MDSG, ein Tochterunternehmen des Verteidigungsministeriums und baute dieses Unternehmen zur LOXXESS Gruppe um. Hier stieg in 2004 nach dem Studium sein Sohn Dr. Claus-Peter Amberger ein, der nach fünf Jahren als CEO die Leitung übernahm. Ihm folgte auch seine Schwester Christina Thurner in die Geschäftsleitung.

Heute steht LOXXESS für maßgeschneiderte Logistik- und Fulfillmentlösungen. Die Logistikspezialisten bauen, finanzieren und bewirtschaften individuelle Logistikzentren für die jeweiligen Kundenbedürfnisse. Ein Beispiel: In nur neun Monaten realisierte LOXXESS für die Wacker AG in Burghausen ein Logistikcenter mit 40.000 Quadratmetern, in dem seitdem 1.300 Tonnen Produkte ein- und ausgelagert werden. So entstanden insgesamt 28 Standorte in Deutschland, der Tschechischen Republik und Polen.

Seit dem 31. Dezember 2010 halten Christina Thurner und Dr. Claus-Peter Amberger insgesamt 74,8 Prozent der LOXXESS-Aktien. Die übrigen Anteile hält weiterhin der Gründer Peter Amberger, der als Aufsichtsratsvorsitzender dem Unternehmen in dieser Beratungs- und Kontrollfunktion zur Verfügung steht.

Im März 2016 erwarb die Amberger Familien GbR zusammen mit der Schoeller Holding, die trans-o-flex Logistik Gruppe erneut von der Österreichischen Post.

Nach dem Erreichen einer Finalisten-Platzierung beim Deutschen Logistik-Preis 2019 gewann die LOXXESS AG den Europäischen Logistik-Preis der European Logistics Association (ELA) 2020. Im Zentrum der LOXXESS-Bewerbung stand das Logistikkonzept „SMILE“, mit dem LOXXESS eine zukunftsfähige Lösung für die erfolgreiche Bewältigung der logistischen Herausforderungen des E-Commerce entwickelte.

Seit Mai 2021 ist Christina Thurner neben ihrem Bruder Dr. Claus-Peter Amberger gleichberechtigter Vorstand und verantwortet die Bereiche Projekte, IT sowie die Standorte im Norden und Osten Deutschlands. Im August 2021 hat LOXXESS ihre langjährige Beteiligung als größter Aktionär der LOXXESS Pharma GmbH erweitert und 100% der Anteile an dem Logistikspezialisten für Pharmadistribution erworben.

LOXXESS erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Umsatz in Höhe von 175 Mio. Euro.